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Perspektivwechsel für mehr Lebenslust

Gehen Sie an die Schaltstelle der Macht: in Ihren Kopf.

Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern wie wir sind. Die meisten Dinge, die uns den Alltag vernebeln, vermiesen oder vermasseln, existieren nur in unseren Köpfen. Da aber haben sie sich gut verankert und nehmen uns die Sicht auf das, was das Leben leicht und lebenswert macht. Bis Leander Greitemann mit Ihnen den Nebel wegpustet.
Wechseln Sie zwanzigmal die Perspektive. Mit Denkanstößen und Geschichten. Mit Praxistipps und Humor. Mit Philosophie und Psychologie. Und ohne Ausreden!
Andere können wir nicht verändern – und manche Situationen auch nicht, auch wenn wir das ziemlich oft versuchen. Uns selbst hingegen schon. Mit einem Buch, das uns bewusst macht, was wir eigentlich schon wissen: Machen ist wie wollen – nur krasser!

Leander Greitmann
Unfog Your Mind
Perspektivwechsel für mehr Lebenslust und LeichtSinn
224 Seiten, gebunden
verlag hermann schmidt, Mainz 2020
ISBN 978-3-87439-933-3
27 Euro

Digitaler wamiki Workshop: New Work Kita – Beteiligung und Selbstorganisation

Online- Workshop am 12.06.2020, 10.00 bis ca. 16.00 Uhr mit Carola Giese-Brandt und Lars Ihlenfeld

Die wamiki-Akademie präsentiert: NEW WORK KITA!
Wie können wir Beteiligung leben und gemeinsam auf Augenhöhe leiten?

Corona-Chaos. Alles ist durcheinander. Und jetzt? Sortieren wir uns und die Kita neu?!
Wir finden: Krisenzeiten sind eine gute Gelegenheit, über grundsätzliche Veränderungen in der Art und Weise der Zusammenarbeit nachzudenken. Mitten im Corona-Chaos finden Beteiligte gemeinsam pragmatische Lösungen. Und das weitgehend auch ohne zentrale Steuerung. Gerade Leitungskräfte haben oft zu viele Aufgaben. Eine Verteilung auf viele Schultern kann sie entlasten und neue Energien freisetzen. Zum Beispiel für Themen, die schon lange liegen geblieben sind und doch so hilfreich wären, wenn man sich ihrer widmen könnte…
New Work Kita. Wie wollen wir miteinander arbeiten? Wie können wir Beteiligung leben und gemeinsam leiten? Auf Augenhöhe? Damit jede/r Verantwortung übernimmt und niemand von uns wertvolle Anteile seiner Persönlichkeit bereits an der Garderobe abgibt?
Am 12. Juni gestalten die Experten für kollegiale Leitung: Carola Giese-Brandt und Lars Ihlenfeld im wamiki-Studio einen Tag im digitalen Format.
Im Fokus stehen dabei praktisch erprobte Ideen von Beteiligung, die Lust auf mehr machen:
Mehr Lust auf die Arbeit, mehr Lust auf mehr Beteiligung der Kinder und mehr Lust auf den Austausch mit Eltern. Denn Beteiligung kann nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn sie so viele und so viel von den Menschen einbezieht, die miteinander leben und arbeiten, wie gemeinsam für sinnvoll erachtet wird. Beteiligung kommt eben von Beteiligung. Carola und Lars geben einen praxisnahen Überblick zu den Kernpunkten für einen fundierten Entwicklungsweg weg von Hierarchie hinzu Selbstorganisation. Für Teams, die schon selbstorganisiert arbeiten, greifen die beiden je nach Wunsch in die Erfahrungsschatzkiste zu Fragen rund um Rollenklarheit, Entscheidungsfindungsmodelle, rechtliche Fallstricke …
Die Schwerpunkte des Tages werden von der Gruppe gemeinsam bestimmt.
Liegen die Interessen eher auf der Vertiefung der Rollenklarheit (role and soul), braucht es Tipps dazu, wie mehr Transparenz Einzug halten kann, oder eher Praxisbeispiele für kollegiales Feedback? Wollen wir uns verschiedene Entscheidungsfindungsmodelle genauer ansehen und ausprobieren oder besteht Bedarf an Ideen, um einen sicheren Rahmen zu schaffen, der Menschen ermutigt, sich ganz zu zeigen und einzubringen?
Wir gehen davon aus, dass in vielen Kitas einzelne Elemente kollegialer Leitung schon gelebt werden und freuen uns auf einen inspirierenden Austausch.
Der Workshop findet digital statt.

Anmeldungen für den 12.06.2020 sind bis zum 10.06.2020 möglich
Stichwort: New Work Kita/Beteiligung
Zeit: 10.00 Uhr bis  ca. 16.00 Uhr
Preis: 120, 00 Euro
E-Mail: info@wamiki.de

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wamiki- Abonnent*innen bekommen 10 % Rabatt.
Bitte in das Feld Kommentar beim Buchen eintragen: „Ich bin 1 wamiki!“
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Hier gehts zur Anmeldung!

Lars Ihlenfeld ist Gründer des zweiten Berliner Waldkindergartens. Seine Aufgabe sieht er darin, Menschen, die was mit Kindern machen, Recht als schützenden Rahmen zu vermitteln und sie zu ermutigen, die Leitung gemeinsam in die Hand zu nehmen.
Kontakt: beteiligung@mutige-paedagogik.de

Carola Giese-Brandt begleitet mit ihrer Firma (bewusstes-unternehmen.com) sowie mit Herz und Bodenhaftung seit vielen Jahren Organisationen aus der freien Wirtschaft und Sozialunternehmer auf der Reise zu Partizipation und Selbstorganisation. Ihr besonderes Augenmerk gilt der Gestaltung offener und ehrlicher Beziehungen als Basis des gemeinsamen Erfolgs.

*Carola Giese-Brandt und Lars Ihlenfeld schreiben für wamiki die Serie: Beteiligung kommt von Beteiligung. Die Beiträge erschienen bzw. erscheinen in wamiki, Heft 1, 2 und 3/2020.

Foto: Neonbrand/unsplash

Mach mal weiter so!

wamiki im Gespräch mit Mike Weimann, der vor fast über drei Jahrzehnten das ERZIEHUNG-MACHT-SPASS-Poster (das rote Sprüche-Poster) erfand und es nun in die Sprachen der Welt übersetzt

Mike Weimann, Mitbegründer des Vereins Netzwerk Spiel/Kultur, gehört zu den Menschen, die bereits Ende der siebziger Jahre Jahren in Ostberlin „Erziehung“ hinterfragten. Er kritisierte die gängige Pädagogik und stritt gemeinsam mit der Gruppe Spielwagen für ein gleichberechtigtes Miteinander von Kindern und Erwachsenen. Mit ihren Spielaktionen reservierten die Spielwagner Straßen und öffentliche Plätze für das kindliche Spiel. Frei nach dem Motto: „Kinder brauchen Raum, Zeit, Zeug und Partner.“

Seit 1991 irritiert und begeistert Dein Poster Menschen aus verschiedenen Kulturen und Gruppen? Wie ist das Poster entstanden?

Mike: Wir hatten bei unseren Spielaktionen festgestellt, dass sich viele Leute um Zeit, Zeugs und Raum für Kinder kümmern. Aber zu selten über die Frage stolpern: Wie gehen Erwachsene eigentlich mit Kindern um? Wie ernst nehmen wir Kinder tatsächlich? Nach dem Ende der DDR konnten wir richtig losmachen. Also auch alternative Erziehungskonzepte, kritische Fragen um Gerechtigkeit und Menschenrechte außerhalb der Wohnungen öffentlich diskutieren. Aber wie, so überlegten wir, bringen wir Grundfragen in die Welt? Damals noch ohne Internet, soziale Medien usw.?

Das Beste, so schien uns damals, ist es, eine Ausstellung zu machen. Ein Element darin waren die Sprüche. Ich begann zu sammeln, Leute zu fragen… Die Liste wurde länger und länger… Irgendwann kam die Idee auf, daraus eine Fläche zu gestalten: ein Meer von Sprüchen. Ein uferloses Meer, in dem man Angst hat unterzugehen und fürchtet, nicht wieder lebend herauszukommen. Und so ist das Original für das Poster entstanden. Verschiedene Zeitungen –auch Eure früheren – haben es gedruckt.

… Dein Poster hat uns an all unseren früheren Arbeits- und Lebensorten über drei Jahrzehnte begleitet. Die Wirkung des Posters konnten wir immer wieder beobachten: Hinter der Flut von Sprüchen auf knallrotem Hintergrund verbirgt sich ein großes menschenrechtliches Thema. Die Erkenntnis, dass ich Kinder so nicht behandeln darf, stellt sich beim Lesen beinahe wie von selbst ein. Ohne pädagogischen Zeigefinger. Wo gibt es sowas schon in der Pädagogik? Deshalb freuen wir uns um so mehr, dass Dein Original-Poster nun wieder erhältlich ist. Der Clou: Das Poster gibt es ab Juni in acht Sprachen der Welt. Wie kam es dazu?

Mike: Unsere Vision „Wir nehmen Kinder ernst und machen die Welt damit ein bisschen besser“ hat uns mit vielen kinderrechtlich interessierten Menschen zusammengeführt. Jenseits aller Grenzen. Gemeinsam haben wir zum Beispiel mit K.R.Ä.T.Z.Ä. (steht für das Kunstwort KinderRÄchTsZÄnker, mehr dazu auf: www.kraetzae.de, die Red.) zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen durchgeführt, zum Beispiel zum Recht jeden Kindes auf Bildung oder auch zum Wahlrecht für Kinder, u.a. Jahrzehnte bevor dieses ein Thema in der Politik wurde. Wir veranstalteten internationale Seminare und Exkursionen, diskutierten über demokratische Schulen, gründeten alternative Bildungsorte für Kinder, wurden Kita-Träger… Das rote Poster fand seinen Platz, in Deutschland wie in Italien oder Korea, es provozierte und belustigte zugleich. Und die Idee, es in andere Sprachkulturen zu adaptieren, lockte. So begannen wir, Sprüche in der jeweiligen Kultur zu sammeln. Was bedeutet zum Beispiel der im Deutschen verbreitete Spruch: Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst, hast du zu tun, was ich dir sage in anderen Sprachkulturen? Was sagen arabische Eltern jenseits der deutschen Tisch-Kulturen zu Kindern, wenn sie etwas von den Eltern Unerwünschtes tun wollen? In Ungarn heißt es zum Beispiel: Solange du mein Brot isst, hast du zu tun was ich dir sage. Das ist spannend gemeinsam herauszufinden…

 

Das klingt nach viel Arbeit. Wie findet Ihr diese Sprüche? Und gibt es Sprüche, die es in mehreren Sprachen in die Liste geschafft haben?

Mike: Ja. Die Sprüche werden nämlich nicht übersetzt, sondern pro Sprache gesammelt, analog und vor allen Dingen digital – über das Internet. Die Sprüche unterscheiden sich von Sprache zu Sprache und es fällt auf, dass manchmal die wörtliche Übersetzung und die Bedeutung nicht identisch sind. Auf Hebräisch sagen die Eltern zum Beispiel vor der Kasse im Supermarkt zu ihren Kindern: “Ich bin doch kein Rothschild.“ Was bedeutet das? Rothschild ist in Israel der Inbegriff von reich. Die Botschaft lautet also: „Du kriegst nichts, ich bin nicht reich.“

Es gibt viele Sprüche, die bisher in allen Sprachen vorkommen wie zum Beispiel: Kannst du nicht hören? Es gibt Variationen. Mehr oder weniger Gewaltandrohungen. Und alte Verbote werden gegen neue ausgetauscht. Statt früher: Stubenarrest! heißt es heute: Handyverbot! Manche Sprüche wie zum Beispiel: Mein liebes Fräulein! tauchen nur noch höchst selten auf.

In welchen Sprachen gibt es Dein Poster inzwischen?

Mike: In Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Hebräisch und Griechisch. In Kürze auch in Russisch und Türkisch. Weitere Sprachen sind in Arbeit. Einen Überblick darüber gibt es auf der Internetseite: gotobednow.com

Übrigens: Muttersprachler, die mitmachen wollen, sind gern gesehen – es sollen noch mehr Sprachen werden.

 

wamiki-Tipp:

ERZIEHUNG-MACHT-SPASS-Poster
Im wamiki-shop gibt es ab 1. Juni 2020 alle Poster von Mike Weimann in DIN A1 gerollt zum Stückpreis von 6 Euro (zzgl. 5 Euro für Versand in der Rolle):

  • Deutsch (Original-Poster von 1991)
  • Englisch
  • Französisch
  • Spanisch
  • Russisch
  • Türkisch
  • Hebräisch
  • Griechisch

sowie zum Setpreis von 40 Euro (zzgl. 5 Euro für Versand in der Rolle)
(8 Poster in 8 Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Türkisch, Hebräisch und Griechisch)

Bestellbar bei uns im Shop: hier!

Übrigens: Muttersprachler, die mitmachen wollen, sind gern gesehen – es sollen noch mehr Sprachen werden.

 

Wie es Dir beliebt – Eure gesammelten Geschichten

In der wamiki 2/2020 hat Yola Sornsakrin eine kleine Wahrnehmungsübung mit euch gemacht

In der wamiki 2/2020 hat Yola Sornsakrin eine kleine Wahrnehmungsübung mit euch gemacht:

Im Heft wurden fünf Bilder abgedruckt und ihr konntet frei assoziieren, welche Gedanken euch dazu einfallen.
Neben euren eigenen Gedanken  könnt ihr hier nun auch die Ideen der anderen Menschen lesen, die mitgemacht haben.

Dieser Blogbeitrag wächst weiter (und ist immer wieder neu spannend), wenn ihr uns eure Geschichten zusendet – an juhu@wamiki.de

Bild 1

Eure Gedanken:

Alte Schule / Bürokratie / Warten /Alltägliche Situation / Bahnhof / Sie ist die Protagonistin / Abschied / Bahnhofsszene von 1910, dann adidas-Jacke gesehen / Zu viel / Bahnhofstreiben / Ökonomische Armut / Ungarn / Ungarischer Bahnhof / Eine Taube macht einen Spaziergang durch ihr Viertel / Wasser für alle / Eine Taube schlendert auf der Straße / Zusammenhalt / …

Bild 2

Wald

Eure Gedanken:

Mit dem Waldbild assoziiere ich Horrofilme / Wenig Farbe, das Bild ist cool/ Dunkler Wald / Verrucht/ Nebelig / Person, die eine Reise durch Skandinavien macht / Kraftvoller Ort zum Energie tanken / Dämmerung / Düster/ Angst / Hogwarts, der Wald / Dark / Bedrohliche Klänge / Ursprung / …

Bild 3

Spielzeugdinosaurier in Muschel

Eure Gedanken:

Nippes / Kindlich ist schön / Witz / Memorybilia / Ihre Weiblichkeit zeigend VULVA / Er war wieder bei seinem Vater die nächsten drei Tage / Die Muschel aus dem Urlaub vor zwei Jahren war noch hier und der Glitzerdino, der Dunkel ins Trübe bringen sollte / Einfach zufrieden / Kindheit / Erinnerung / „yes darling, you can be everything you want, when you grow up“ – becoming Venus / Unklarheit / Da war ich im Urlaub und habe einen gedankenvollen Text geschrieben / Jugend / Crap everyone owns / Gemütlichkeit, Muschel / Viel zu hohe Luftfeuchtigkeit im Zimmer / …

Bild 4

Reh auf Straße

Eure Gedanken:

Reisen / Einsam / Durchgangsort / Das Reh geht gerade über die Straße, um seine Freundin zu treffen… Plötzlich kommt ein Auto… Es erschreckt, bleibt stehen… Und läuft weiter… Das Auto hat in letzter Minute angehalten / Grenzgänger / Dämmerung / Gefahr /  Moment / Ohne Menschen, mehr Leben? / calming / powerful place / Ruhe / Positiver Rückzug / Für sich sein / Veränderung / In Schweden. Gerade haben wir diesen Song gehört, es war ein entspannter Tag. Da prescht das Reh auf die Straße, wir sind hellwach. Noch mal gutgegangen/ Aufkommende, düstere Stimmung/ …

Bild 5

Frau mit rosa Pulli

Eure Gedanken:

Da hat jemand seine*ihre beste Freundin fotografiert / smells good / dry after shower / comfy / marshmellow /Selbstbewusstsein / Emanzipation / Bisschen verloren / Trauer und Wehmut / Freiheit / „Ich stehe nie wieder Modell für einen Furzer“ / Selbstbewusstsein / Soll als erstes auffallen (Farbe) / Feiert gerne im Berghain / …

Dieser Blogbeitrag wächst weiter, wenn ihr uns eure Geschichten und Gedanken zusendet – an juhu@wamiki.de.

Der Gute-KiTa-Bericht 2020

Im vergangenen Jahr wurden in allen Bundesländern mit der Umsetzung des sogenannten Gute-KiTa-Gesetzes Maßnahmen für die Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung, insbesondere für die Verbesserung der Qualität ergriffen. Der Paritätische Gesamtverband, einer der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege und Dachverband von über 10.000 eigenständigen Organisationen, Einrichtungen und Gruppierungen im Sozial- und Gesundheitsbereich, hat diese Maßnahmen der einzelnen Bundesländer ausgewertet und zusätzlich Träger in ganz Deutschland nach ihren Bedarfen gefragt. Continue reading „Der Gute-KiTa-Bericht 2020“

Wann machen die Kitas wieder auf?

Welche Kinder dürfen zuerst wiederkommen? Und wie soll der Infektionsschutz gewahrt werden? Für alle Beteiligten? Antworten auf diese und weitere Fragen fordern Eltern von mehr als drei Millionen Kindern in Deutschland sowie zehntausende Erzieher*innen.

Geplant ist ein Vier-Phasen-Modell. Die vier Phasen umfassen demnach

  1. die aktuelle Notbetreuung,
  2. eine erweitere Notbetreuung,
  3. einen eingeschränkten Regelbetrieb
  4. und die Rückkehr zum Normalbetrieb.

Aus dem Papier der Familien-und Jugendminister*innen geht hervor, dass Kitas erst wieder im Normalbetrieb laufen sollen, wenn ein Impfstoff auf dem Markt oder das Infektionsgeschehen weitgehend eingedämmt ist.

Nur, was passiert eigentlich, wenn kein Impfstoff gefunden wird?

Aus Sicht der Expertin  und Politikberaterin Ilse Wehrmann ist die fortgesetzte weitgehende Schließung von Kindertagesstätten und Grundschulen aus Gründen des Kinderschutzes und der Bildungsgerechtigkeit unverantwortlich. Gefragt seien kreative Konzepte für einen schrittweisen Wiedereinstieg in den Normalbetrieb, um mit begrenzten Ressourcen umzugehen. Die Lage der Kinder und der Familien in der Corona-Krise spiele im politischen Raum nur eine untergeordnete Rolle, kritisiert Wehrmann: „Kinder brauchen Kinder! … Bis zum Sommer die Kitas nur mit erweiterter Notbetreuung zu führen, das bedeutet unerträgliche Folgekosten – seelisch und wirtschaftlich“, warnt die promovierte Frühpädagogin. „Außerdem habe ich die Sorge, dass im Zuge der Corona-Krise wieder ein uraltes Rollenbild unterstützt werden soll, nämlich dass junge Mütter wie früher zu Hause bleiben sollen.“

Unter dem Titel „Unumgänglich: Die schrittweise Öffnung der Kitas“ hat sich Ilse Wehrmann in der neuen wamiki #2/2020 (in der Version: online-Ausgabe) deutlich positioniert. Im Blog kannst Du ihren Artikel bereits jetzt und vorab lesen.

Download: schrittweise Öffnung_#2_2020

Foto: Sebastian Wells/Ostkreuz

Katzenstreu

Seit dem Start unserer pädagogischen Fachzeitschrift #wamiki heißt es in jedem Heft: Teuer muss nicht sein, aber kreativ! Michael Fink inspiziert Ausgesondertes, um nach Dingen zu suchen, die kaum etwas kosten, aber Kinder anregen, kleine Forscher oder Künstler zu werden.

Wir wamikis haben gedacht, diese zahlreichen Ideen zum kreativen Gestalten mit einfachsten Mitteln sollten wir einfach einmal aus dem Archiv holen und auf dem Blog all jenen anbieten, die gerade zwangsweise zu Hause verbringen müssen – Stichwort #Corona-Pandemie. Viele der Dinge könnten bei Euch herumliegen, andere lassen sich sehr leicht und kostengünstig beschaffen.

Wir wünschen Euch kreative Anstöße mit den tollen 1€-Gestaltungsideen von Michael Fink, der diesmal der Katze ihr Streu entwendet, um damit kreativ zu werden.

Achja: den Artikel könnt ihr Euch unten ganz einfach als PDF herunterladen! Continue reading „Katzenstreu“

Coronavirus – Ein Buch für Kinder

Die vielen Informationen über den Coronavirus und die Covid19-Erkrankungen belasten nicht nur uns Erwachsene, sondern vor allem Kinder. Sie sind von den vielen Expertenmeinungen und anderen Medieninformationen ziemlich überfordert. Eltern, Erzieher*innen und Lehrer*innen sind gefordert, Kindern die Ängste zu nehmen und die Informationen altersgerecht aufzubereiten. Eine große Herausforderung!

Da kommt das Kinderbuch „Coronavirus – Ein Buch für Kinder“ gerade recht, das der englische Verlag Nosy Crow entwickelt hat und vom Beltz&Gelberg Verlag übersetzt wurde. Die tollen Illustrationen stammen von Axel Scheffler, vielen sicher als der Grüffelo-Schöpfer bekannt.

Beltz&Gelberg schreibt über das Projekt: „Das Coronavirus hat auch den Alltag von Kindern durcheinandergewirbelt und vieles auf den Kopf gestellt. Doch was ist das neuartige Coronavirus eigentlich? Was passiert, wenn jemand an Covid19 erkrankt? Und wie kann ich mich und meine Familie vor einer Ansteckung schützen? Diese Fragen interessieren Kinder genauso wie Erwachsene. Der englische Verlag Nosy Crow hat zusammen mit Prof. Graham Medley von der London School of Hygiene & Tropical Medicine sowie Lehrer_innen und Kinderpsycholog_innen ein Informationsbuch für Kinder entwickelt, das genau diese Fragen beantwortet. In verständlichen Texten – und mit vielen Illustrationen von Axel Scheffler – erklärt es Kindern ab 5 Jahren alles rund um das Virus und seine Folgen.“

Und Axel Scheffler sagt über das Projekt: »Ich finde es ungemein wichtig, dass Kinder und Familien Zugang zu guten und verlässlichen Informationen in dieser Krise haben und ich hoffe, dass die große Popularität der Bücher, die ich zusammen mit Julia Donaldson gemacht habe, dazu beitragen kann, dass dieses digitale Buch viele Kinder erreicht.«

Das Buch wird von allen Beteiligten kostenfrei zum Download als PDF zur Verfügung gestellt, damit möglichst viele Menschen Zugang dazu erhalten.

Hier könnt Ihr  Coronavirus. Ein Buch für Kinder.Beltz herunterladen.

Hey Du Flasche!

Seit dem Start unserer pädagogischen Fachzeitschrift #wamiki heißt es in jedem Heft: Teuer muss nicht sein, aber kreativ! Michael Fink inspiziert Ausgesondertes, um nach Dingen zu suchen, die kaum etwas kosten, aber Kinder anregen, kleine Forscher oder Künstler zu werden.

Wir wamikis haben gedacht, diese zahlreichen Ideen zum kreativen Gestalten mit einfachsten Mitteln sollten wir einfach einmal aus dem Archiv holen und auf dem Blog all jenen anbieten, die gerade zwangsweise zu Hause verbringen müssen – Stichwort #Corona-Pandemie. Viele der Dinge könnten bei Euch herumliegen, andere lassen sich sehr leicht und kostengünstig beschaffen.

Wir wünschen Euch kreative Anstöße mit den tollen 1€-Gestaltungsideen von Michael Fink. Diesmal sind es Plastikflaschen, die sein Interesse weckten.

Achja: den Artikel könnt ihr Euch unten ganz einfach als PDF herunterladen! Continue reading „Hey Du Flasche!“

Der geniale Schwamm

Seit dem Start unserer pädagogischen Fachzeitschrift #wamiki heißt es in jedem Heft: Teuer muss nicht sein, aber kreativ! Michael Fink inspiziert Ausgesondertes, um nach Dingen zu suchen, die kaum etwas kosten, aber Kinder anregen, kleine Forscher oder Künstler zu werden.

Wir wamikis haben gedacht, diese zahlreichen Ideen zum kreativen Gestalten mit einfachsten Mitteln sollten wir einfach einmal aus dem Archiv holen und auf dem Blog all jenen anbieten, die gerade zwangsweise zu Hause verbringen müssen – Stichwort #Corona-Pandemie. Viele der Dinge könnten bei Euch herumliegen, andere lassen sich sehr leicht und kostengünstig beschaffen.

Wir wünschen Euch kreative Anstöße mit den tollen 1€-Gestaltungsideen von Michael Fink. Diesmal nimmt er den Haushaltsschwamm als Material zum kreativen Gestalten.

Achja: die Artikel könnt ihr Euch unten ganz einfach als PDF herunterladen! Continue reading „Der geniale Schwamm“

NEU: Mahlzeit! The Best of Besteck

Seit dem Start unserer pädagogischen Fachzeitschrift #wamiki heißt es in jedem Heft: Teuer muss nicht sein, aber kreativ! Michael Fink inspiziert Ausgesondertes, um nach Dingen zu suchen, die kaum etwas kosten, aber Kinder anregen, kleine Forscher oder Künstler zu werden.

Wir wamikis haben gedacht, diese zahlreichen Ideen zum kreativen Gestalten mit einfachsten Mitteln sollten wir einfach einmal aus dem Archiv holen und auf dem Blog all jenen anbieten, die gerade zwangsweise zu Hause verbringen müssen – Stichwort #Corona-Pandemie. Viele der Dinge könnten bei Euch herumliegen, andere lassen sich sehr leicht und kostengünstig beschaffen.

Wir wünschen Euch kreative Anstöße mit den tollen 1€-Gestaltungsideen von Michael Fink. Diesmal hat er Plastikbesteck für sich entdeckt.

Achja: die Artikel könnt ihr Euch unten ganz einfach als PDF herunterladen!

Continue reading „NEU: Mahlzeit! The Best of Besteck“

Fachliche Begleitung von Teams in Corona-Zeiten

Fachberatung mittels e-Learning Konzepten, digitalen Medien, Selbststudium und Austausch

Wie kann fachliche Begleitung und die Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität trotz Krisenzeiten gelingen, fragen mich viele Teams. Hast du eine Idee, hast du ein Konzept? – Ja. Hab ich. Unter Hochdruck mit viel Freude und Spaß entwickelt. Aber langsam …

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) zwingt Bildungsinstitutionen wie Kitas und Schulen mit sofortiger Wirkung für mehrere Wochen geschlossen zu sein, um Schutzbefohlene, Familien, Fachkräfte und Lernende zu schützen und die Infektionsgefahr zu reduzieren. Somit erleben wir gesellschaftlich eine Situation, die wir bisher eher  in Gedankenexperimenten oder Science Fiction Filmen durchgespielt haben. Zukünftig wird es nicht ausbleiben, dass wir immer mal wieder in solche Situationen geraten können.

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück. (Laozi)

Pädagog*innen müssen nichts desto trotz weiter arbeiten. Was bietet sich in dieser entschleunigten und „frei“ gegebenen Zeit besser an, als fachliche Weiter- und Fortbildung? Von nun an braucht es neue Lernkonzepte und Lernmethoden, da ein Zusammenkommen und Umherreisen sowohl für Teilnehmende als auch für Lehrende in Zeiten der Krise schwer möglich ist.

Wie kann solch eine fachliche Begleitung und Qualifizierung der Pädagog*innen in den Einrichtungen gelingen? Wie können wir jenseits von Portfolio-Arbeit und Reinigung der Räume ein qualifizierendes Arbeitssetting schaffen, das den Fachkräften Input und Auseinandersetzung ermöglicht?

Nicht erst jetzt ist die Nachfrage nach neuen Lern- und Lehrmethoden in der Erwachsenenfort- und Weiterbildung in Kitas, Schulen und bei den Bildungsträgern gestiegen. Zunehmend fragen sich diese Bildungsträger, wie sie gewährleisten können, dass sich die Kolleg*innen  inhaltlich und fachlich weiterhin mit aktuellen Themen auseinandersetzen, ohne dass die Pädagog*innen vor Ort in den leeren Einrichtungen sitzen. Gibt es Strukturen und Vereinbarungen im Team, die es ermöglichen, neuartiger zu arbeiten, zu kooperieren und Lernen neu zu denken?

Jede Krise bietet auch Möglichkeiten und Potentiale.

Wichtig ist, dabei auch die technischen Möglichkeiten, die uns mittlerweile zur Verfügung stehen, gewinnbringend zu nutzen und einzubeziehen in neue Lernräume. Das bekannte Konzept des „Home-Office“ zum Beispiel kann auch für pädagogische Fachkräfte eingesetzt werden. Weitere Möglichkeiten bieten sich, wenn wir anfangen „um die Ecke zu denken“ und Lernen nicht nur als Zwangsvorgabe, sondern als Chance zu verstehen.

Wie können wir  strukturiert die Wochen nutzen? Mit welchen Inhalten? Mit welchen Konzepten? – Gut, dass ich in den letzten Tagen unter Hochdruck ein neues (digitales) Fortbildungskonzept entwickelt habe. Nun gilt es, in der kommenden Woche vorzubereiten, zu filmen und zusammenzustellen, damit ab dem 23.03.2020 alles starten kann.

Bei Interesse freue ich mich über An- und Nachfragen unter: kontakt@anne-kuhnert.de Wollt ihr regelmäßig informiert sein, dann nutzt meinen neuen Newsletter und tragt euch ein. So können wir in Kontakt bleiben, auch ohne face2face zu sein.

Bis dahin sollten wir uns sozial distanziert verhalten und solidarisch miteinander sein!

 

 

Foto: www.anne-kuhnert.de