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Neue Studie: Kinder beurteilen ihre Kita

Befragt, wer am besten weiß, was eine gute Kita ist, fällt die Antwort eigentlich nicht schwer: Klar wissen Kinder am besten, was sie an ihrer Kita gut finden. Aus der Perspektive der Kinder zu forschen – das findet sich jedoch noch kaum in der modernen Kindheitsforschung. Da klafft eine Lücke zwischen dem Wissen um die aktive Mit-Gestalterrolle von Kindern in Forschungssituationen und der wissenschaftlichen Praxis, besonders bei unter Sechsjährigen. Continue reading „Neue Studie: Kinder beurteilen ihre Kita“

Monsterhelden-Mitmach-Wettbewerb

Jan von Holleben erfindet in seinem Buch: MONSTERHELDEN witzig-irritierende Bilderwelten mit gigantischen Fantasiefiguren. Der Fotograf setzt seine Figuren aus Alltagsgegenständen und gemeinsam mit Kindern eindrucksvoll in Szenen, die er von oben fotografiert.

Einige dieser Fotos durften wir vorab schon in der aktuellen wamiki abdrucken – hier könnt Ihr einen Blick ins Heft werfen.

Im Heft hatten wir Euch aufgerufen, auf die Suche nach Monsterhelden zu gehen, sie zu fotografieren und an die wamiki-Redaktion zu schicken

 

Nun ist die erste Monsterheldin im Verlag eingetroffen – Fanny, die blaue Fee! Sie hat uns zu ihrem Foto folgendes geschrieben:

Hallo, ich bin Fanny und ich bin eine blaue Fee, die gerade nach England in den Urlaub fliegt. Ich würde sehr gerne das Buch gewinnen auch wenn ich kein Monster bin.

Also – ran an die Kameras und Eure Monsterhelden abgelichtet!

 

 

Komm heim!

Woher kommst Du, liebe Leserin, lieber Leser?

Hast Du eine Heimat? So eine richtige, mit alten Eichen, alten Tanten und Fachwerkhäusern? Wird in Deiner Heimat gejodelt, plattdeutsch gesprochen oder gar sächsisch? Verzehrt Ihr gern Saumagen, frömmelt ihr ganzjährig, um im Karneval oder beim Schützenfest die Sau aus jedwedem Loch zu lassen?

Wir vermuten: Du kommst auch nur von dort, wo wir alle herkommen. Kindheit im Reihenhaus am Rande von Doppelnamenhausen, dann der Umzug nach Kaffstadt. Später in das Viertel jener Stadt gezogen, wo sie alle wohnen. Oder im Plattenbau aufgewachsen und immer noch drin, wenn auch am Rande der Hauptstadt. Manchmal, im Urlaub, wenn die Trachtenkapelle an Dir vorbeizieht, hast Du kurz das Gefühl, Du seist jetzt da, wovon der Begriff künden will: in einer Art Heimat. Aber fühlst Du Dich da wirklich wohl?

In diesem Heft erkunden wir, was das ist und was das bedeutet: Heimat. Ob man automatisch eine hat, ob man sie sich erschaffen kann, ob man mehrere haben kann. Und ob sie sich von ihrem Gegenüber, der Fremde, überhaupt unterscheidet. Hat nicht jede Heimat Seiten, die uns eher befremdlich erscheinen? Und entdecken wir nicht in der allerfernsten Fremde plötzlich etwas Heimatliches wieder?

Heimat, Fremde, Identität. Unsere Kultur und die der anderen:
Viel ist in der letzten Zeit von solchen Wörtern zu lesen, auch in Bezug auf Kinder und ihr Aufwachsen in einer Welt voller Heimat-Flüchtiger.

Wir wollen in diesem Heft untersuchen, was sich hinter solchen Schlagwörtern, die allzu gern für Parolen taugen, an Erfahrungen versteckt.

Dir jederzeit gern eine Heimat für Lesestunden sind

Deine wamikis

Und hier geht es zum Heft #3/2017 unserer pädagogischen Fachzeitschrift

Macht mit beim Hei-di-Hei-no-Hei-mat-Quiz!

Heimat&Fremde sind die Themen in #wamiki 3/2017 „Komm heim!“ Dazu hat sich unser Autor Jony Pony ein Quiz aus 14 Fragen ausgedacht, mit dessen Hilfe Ihr mit Freund_innen oder Bekannten spielerisch erraten könnt, woher Jede/r kommt. Ihr könnt aber auch den Online-Fragebogen ausfüllen und Euch am Ende die Antworten der anderen Teilnehmer ansehen und raten, woher sie kommen. Versprochen: Sehr unterhaltsam und spannend!

Hier gehts zum Online-Fragebogen

 

Offline geht’s so:

Man nehme eine Runde von Leuten. Jedem in dieser Gruppe händigt man einen Fragebogen mit den 14 Fragen aus. Die Fragen sind allein zu beantworten. Bitte nicht lange nachdenken – lieber genau das aufschreiben, woran man zuerst denkt. Keiner verrät dem anderen, welches seine Heimat ist. Nach 10 Minuten sollten alle Fragen beantwortet sein. Dann liest je eine Person ihre Antworten vor. Die anderen hören zu und raten, welches die Heimat des Vorlesers ist. Nun liest der nächste seine Antworten vor.

Los geht’s.

1. Heimat – schon mal davon gehört? In Deutschland kennt das Wort jeder. Aber wenn man es jemandem aus dem Ausland erklären soll, kommt man schon mal in Erklärungsnöte. Dabei hat doch jeder eine Heimat, oder?

2. Wie weit bist du gerade von deiner Heimat entfernt? Ist sie hier um die Ecke oder liegt sie auf einem anderen Kontinent? Wie bist du hierhergekommen und warum?

3. Was siehst du, wenn du an Heimat denkst? Wohin wandern deine Gedanken, wenn sie einen Ort suchen, der sich heimatlich anfühlt? Ist das nur ein Ort oder sind es viele ganz verschiedene?

4. Wonach klingt Heimat für dich?

5. Wonach schmeckt sie?

6. Wie riecht deine Heimat? Die Heimat, die du mit deinen Sinnen hörst, schmeckst und riechst, ist so einzigartig wie du selbst. Und das, obwohl wir die gleiche Heimat haben könnten.

7. Wofür bist du deiner Heimat dankbar? Welche Geschenke hat dir deine Heimat mit auf den Weg gegeben, die dich zu diesem wunderbaren Menschen machen?

8. Was sagt man über die Menschen aus deiner Heimat? Hallo Vorurteile. Schön, dass wir uns mal wieder treffen. Es gibt da manches, was man über meine Leute sagt – aber trifft es zu?

9. Wen verehrt man in deiner Heimat? Auch deine Leute haben ihre Idole. Jemanden an den sie glauben, zu dem sie aufschauen. Du auch?

10. Was darf keiner? Was ist in deiner Heimat Tabu? Wofür handelt man sich jede Menge Ärger ein, was sollte man besser lassen?

11. Singt man in deiner Heimat? Singen die Leute in ihrer Freizeit? Singen sie Lieder in ihrer oder in einer fremden Sprache? Wann singen sie? Und was?

12. Welches ist das schönste Tier aus deiner Heimat? Ist es gestreift? Kann es singen? Klettert es auf Bäume? Was macht es so besonders?

13. Welche Länder grenzen an deine Heimat? Jede Heimat hat Nachbarn. Welche sind deine?

14. Was sagt man sich zum Abschied in deiner Heimat? Ahoi, Howdy, Hau, Tschüssi und Bussi, Bussi – wie verabredet ihr euch zu einem Wiedersehen?

Und? Hat schon jemand eine Ahnung? Ist es nicht überraschend, was Heimat alles so sein kann?

Fortbildner_innen für mehr Personal und Qualität

Eine bessere personelle Ausstattung und verbesserte Rahmenbedingungen in der Frühen Bildung fordern jetzt in einem Offenen Brief Fortbildner_innen und Berater_innen aus den Reihen des „Netzwerk Fortbildung: Kinder bis drei“. Sie kritisieren die unhaltbaren Zustände in deutschen Kitas hinsichtlich Personalüberlastung und Rahmenbedingungen und fordern sofortige Verbesserungen! Der Offene Brief kann und sollte (!) mitunterzeichnet werden! wamiki dokumentiert den Text. Continue reading „Fortbildner_innen für mehr Personal und Qualität“

Mathe-Kings & Mathe-Queens in Ichenhausen

Seit November letzten Jahres waren die Mathe-Kings & Mathe-Queens im Bayrischen Schulmuseum Ichenhausen und am Sonntag war nun der letzte Tag – inzwischen ist ein Großteil der Ausstellung in Kisten verpackt und wartet auf die Rückreise nach Berlin.

 

Zeit für ein kleines Resümee

Das Schulmuseum Ichenhausen stand ein halbes Jahr ganz im Zeichen der Mathematik. Insgesamt 4863 Besucher_innen erkundeten die Ausstellung, 2908 nahmen an den pädagogischen Angeboten teil. Darunter waren unzählige Kindergartengruppen und Schulklassen. Das sind wirklich beeindruckende Zahlen!

Johanna Haug, die die Ausstellung nach Ichenhausen holte, erzählt von ihren Erfahrungen:

Über die Ausstellung und ihr Konzept

Mathe-Kings & Mathe-Queens ist die erste mathematische Aktionsausstellung für Kinder zwischen vier und acht Jahren und ihre erwachsenen Begleiter. Sie wurde von Nancy Hoenisch, Elisabeth Niggemeyer und den wamikis erdacht, konzipiert und gebaut. Seitdem ist die Ausstellung in Kindereinrichtungen, Museen und Ausbildungsstätten unterwegs und richtet sich an Kinder, Erzieher_innen, Lehrer_innen und Eltern.

Auch Nancy Hoenisch war einige Tage für Workshops vor Ort

Die Ausstellung greift alle wesentlichen elementaren mathematischen Konzepte auf und dies auf ganzheitliche, spielerische und sinnenfrohe Art. Ganz nebenbei baut sie Brücken zwischen Kindergarten und Grundschule, Familie und Öffentlichkeit und hat den Anspruch, sich an jedem Ort mit den dortigen pädagogischen, politischen und künstlerischen Kompetenzen zu verbinden.

Wir freuen uns, dass wir unseren Teil zu diesem gelungenen Projekt in Ichenhausen beitragen konnten, gemeinsam mit der Museumsleitung und ihren Mitarbeiter_innen sowie den vielen pädagogischen Fachkräften vor Ort.

Und wir können schon einmal ankündigen, dass unsere Ausstellung Die Kuh im Kühlschrank zu Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ab November im Schulmuseum Ichenhausen zu Gast sein wird.

ENTFALTUNG – Filmpremiere, Filmgespräch und Verkauf

Entfaltung – Der Film

Lebhaft, konzentriert, aufmerksam – in diesem Zustand befinden sich Kleinkinder, wenn sie ihrem Forscherdrang im freien Spiel nachgehen können.

Ute Strub, Kleinkindpädagogin und Erfinderin des außergewöhnlichen Spielortes „Strandgut“, schafft nicht nur ein Bewusstsein dafür, wie wichtig das freie Spiel für die Entwicklung junger Kinder ist. Sie ermutigt auch Erwachsene, das eigene und gemeinsame Spielen neu zu entdecken. Der Film beobachtet auf Augenhöhe und  in ruhigen einfühlsamen Bildern  das Geschehen im „Strandgut“, zeigt Ute Strubs Kooperation mit Kindern, Eltern, Erzieherinnen und, wie wichtig das Spielen dafür ist, sich in der Welt zuhause zu fühlen.

Ute Strub lernte in den 70er Jahren die Arbeit der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler kennen, die ein neues, geradezu revolutionäres Verständnis vom Umgang mit Kleinkindern entwickelte. Piklers Arbeit berührte  Ute Strub so sehr, dass sie sich daran machte, diesen pädagogischen Ansatz in Deutschland und in anderen Ländern bekannt zu machen.
Die Zuschauerinnen erleben Ute Strub aber nicht nur als Pädagogin. Fragmentarische Einblicke in die Lebensgeschichte der über 80-jährigen und alltägliche Situationen zeichnen das Bild einer Frau, die sich bis ins hohe Alter die Neugier und Bereitschaft erhalten hat, immer wieder neue Entfaltungsräume zu erschließen.

Ein Film für Erzieherinnen und Erzieher, Tageseltern, Kleinkindpädagoginnen und Pädagogen in Ausbildung, Studium und Praxis. Ein Film für Eltern, Großeltern und alle Menschen, die einander respektieren.

Deutschland 2017 / Regie: Laura Lazzarin / mit Ute Strub / Länge: 68 min. / Produktion: Deutsche Film-und Fernsehakademie (dffb) in Koproduktion mit Laura Lazzarin und Mo’ Films Johanna Bergel

 

DIE FILMPREMIERE

findet am 6.Mai 2017 um 18.00 Uhr in der URANIA (An der Urania 17, 10787 Berlin) statt.

Im Anschluss: FILMGESPRÄCH mit Freibildungsexperte, Musiker und Autor
André Stern, Ute Strub und Regisseurin Laura Lazzarin. Moderation: Dr. Ingolf Ebel

KARTEN für die FILMPREMIERE und das FILMGESPRÄCH gibt es hier.

 

DER FILMVERKAUF

startet ab 8.Mai 2017, der Film ist direkt zu beziehen im wamiki-shop.

Preis: 19,90 Euro. Vorbestellungen sind ab sofort hier möglich.

ENTFALTUNG – Über das Wirken der Ute Strub from Elena Weihe on Vimeo.

Kirstenmalzwei in der neuen wamiki

Die wamiki #2/2017 ist gerade in der Endredaktion und Ihr könnt schon einmal einen Blick werfen. Zum Beispiel auf zwei neue Autorinnen, die einen Blog mit dem einfallsreichen Namen Kirstenmalzwei betreiben. Dahinter stehen, wer hätte es gedacht, zwei Frauen mit dem gleichen Vornamen: Kirsten Ehrhardt und Kirsten Jakob bloggen seit Oktober 2016 über ihre Erfahrungen mit Inklusion und öfter leider auch mit Exklusion, deshalb heißt der Titel „Zwischen Inklusion und Nixklusion“.

Kirsten Ehrhardt und Kirsten Jakob vom Inklusions-Blog kirstenmalzwei.blogspot.de
Kirsten Ehrhardt und Kirsten Jakob

Beide Autorinnen sind vom Thema Inklusion ganz persönlich betroffen, denn sie haben Kinder mit Behinderungen, Söhne, die mit dem Down-Syndrom geboren wurden. Kirsten Ehrhardt hat über ihre Erfahrungen auch schon ein Buch geschrieben: Henri: Ein kleiner Junge verändert die Welt (2015). Mit sehr viel persönlichem Engagement hatte sie mit ihrem Mann erreicht, dass Sohn Henri statt einer Sonderschule die Realschule besuchen kann. Das Buch handelt unter anderem davon.

Die Geschichten, die es regelmäßig auf Kirstenmalzwei zu lesen gibt, sind zwar nicht alle persönlich erlebt, doch die Ereignisse haben sich so oder ähnlich zugetragen, und Kirsten Ehrhardt und Kirsten Jakob haben meist in ihrer ehrenamtlichen Beratungstätigkeit von ihnen erfahren.

Hier eine Geschichte, die bei mir einen Lacher hervorrief, und von denen es beim Thema Inklusion zum Glück auch einige gibt. Mehr dann in wamiki #2/2017 und natürlich im Blog der Autorinnen. Ein unbekannter Zeichner liefert übrigens im Blog immer ganz wunderbare Illustrationen wie diese hier:

Voll behindert

Wochenende im Einkaufszentrum.
Auch DER JUNGE ist mit seiner Familie beim Großeinkauf.
Auf dem Parkplatz steht eine Gruppe Jungs.
Sie schubsen sich herum und haben scheinbar nur ein Lieblingswort: „Mensch Alter, voll behindert echt!“ „Boah, nee, wie scheiße ist die denn. Die ist doch behindert.“ „Ey, du Spacko, bist du behindert oder was?“
Als der Junge näher kommt, ruft einer: „Guck mal, wie komisch der aussieht!“
Alle schauen.
Dann sagt ein anderer: „Mensch, bist Du behindert! Der sieht doch nicht komisch aus. Der ist bei uns in der Klasse. Voll cool und immer total lustig.“
Und schon wird der Junge von allen umringt und begrüßt:
High five.
Was er denn so am Wochenende macht, wird er gefragt.
„Na, dann immer schön locker bleiben! Wir sehen uns Montag!“

 

Links:

kirstenmalzwei.blogspot.de